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Zuerst war das Instrument „Mandoline“ nicht hundertprozentig sein Fall. Doch mittlerweile sind 40 Jahre vergangen, seitdem Günter Vogel die Leitung des Mandolinen-Orchesters Frechen übernommen hat. Der gebürtige Sachse erlernte im Musikinternat Bad Schandau die Hauptinstrumente Violine und Gitarre sowie die Neben-Instrumente Klarinette und Saxophon. Die theoretische Ausbildung umfasste neben allgemeiner Musiklehre auch Kompositions- und Arrangementlehre. 1942 erfolgte das erste Orchesterpraktikum an der Dresdner Staatsoper. Mit sehr gutem Erfolg im Solo- und Orchesterspiel absolvierte er 1944 die Staatsprüfung in Dresden. Nach dem Krieg musste er verletzungsbedingt dem Geigenspiel adieu sagen. Nun begann für Günter Vogel eine Odyssee durch die Jazz- und Schlagerkeller des Landes. Sie führte zu Begegnungen mit Stars der Musikszene, so u.a. mit Helmut Zacharias, Paul Kuhn, Werner Müller und dem Lukas Trio. Während dieser Zeit kam ihm noch eine andere Stärke zugute. Er konnte hervorragend pfeifen und somit in die Tanzmusik- und Swingauftritte seiner Combos zusätzlichen Pep einbringen. Auch Gesangsgrößen wie z.B. Caterina Valente, Peter Alexander und Roy Black lieh er in zahlreichen ihrer Lieder seinen Piff. 1955 zog er nach Köln, wo er beim WDR als Gitarrist in Studioensembles und Orchestern wirkte. Ab 1962 gehörte er der Media-Band des WDR unter Leitung von Harald Banter an. Sein Arbeitsbereich umfasste Oper, Ballett, Schulfunk, Folklore, Jazz sowie moderne Tanz- und Unterhaltungsmusik. Obwohl ihn seine Arbeit als Orchestermusiker und Gitarrist sehr in Anspruch nahm, fand er noch Zeit für zahlreiche Kompositionen und Arrangements. Diese kamen dann besonders dem Mandolinen-Orchester Frechen zugute, das er im August 1971 als musikalischer Leiter und Dirigent übernommen hatte. Am 1. Juli 1974 verlegte Günter Vogel seine berufliche Tätigkeit nach Frechen und wurde Musikerzieher für die Fächer Violine, Gitarre und Theorie bei der Musikschule der Stadt Frechen. 1992 verabschiedete er sich offiziell als Dozent der Musikschule und ging in Pension. Seine Tätigkeit als Dirigent beim Mandolinen-Orchester Frechen hat er nun nach 40 Jahren aufgegeben. Am 20.April 2011 feierte er seinen 85. Geburtstag. An den gänzlichen Ruhestand denkt er aber immer noch nicht. Günter Vogel ist voller Energie und Ideen und zieht bei seinen gelegentlichen Besuchen schon mal ein Musikstück aus der Tasche. Für das Mandolinen-Orchester Frechen hat er mittlerweile mehr als 300 Musikstücke komponiert bzw. arrangiert. Er versteht es, alle Möglichkeiten des Orchesters zu nutzen. Dank seiner zahlreichen Kompositionen und Arrangements hat das Orchester einen besonderen Klang entwickelt. Volle Konzertsäle, zahlreiche Engagements und begeistertes Publikum zeigen den Erfolg dieser Stilrichtung. Günter Vogel ist ein Vollblutmusiker, eine Persönlichkeit mit interessanter Vergangenheit – eben ein Mann mit besonderem Pfiff. Er hat sein Orchester geprägt und stets dessen Möglichkeiten voll genutzt und in Klänge umgesetzt. Das Mandolinen-Orchester Frechen wünscht ihm auf diesem Wege alles Gute und hofft, dass er noch recht lange mit und für die Musik lebt. Seit 2011 ist er der Ehrendirigent des Mandolinen-Orchester Frechen. Lieber Günter, vielen Dank für Alles! Mandolinen-Orchester
Frechen 1926/31 |